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Vorsorge- / Präventivmedizin

Gesundheit ist und bleibt unser wichtigstes Gut. "Gesund bleiben statt Krankheiten heilen." Dies ist der wichtigste Grundsatz der Präventivmedizin. Hier gilt es, Fehlentwicklungen in der Lebensführung, die häufig zu Krankheiten führen, zu erkennen und zu korrigieren. Das kann in Form von Vermeidung von Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch spezieller urologischer Erkrankungen (Prostata- und Blasenkrebs, Impotenz) geschehen.

Vorsorge heißt aber auch: Früherkennung von ernsthaften Erkrankungen, wenn diese noch keine Beschwerden machen, in aller Regel aber einfach und vollständig heilbar sind. Dies betrifft nicht nur Tumorerkrankungen von Prostata, Harnblase, Nieren, dem Genitale, der Haut und des Dickdarmes, sondern auch Nierensteine, Blutdruckerhöhung, Diabetes und Infektionen.

"Zum besseren Verständnis ein kleines Beispiel aus dem täglichen Leben: Die regelmäßige Überprüfung des richtigen Reifendruckes oder des korrekten Ölstandes bei Ihrem Auto sind Kleinigkeiten, ein geplatzter Reifen oder ein Motorschaden hingegen haben oft weitreichende Folgen.

Blasenfunktionsstörungen / Harninkontinenz

Leider immer noch ein großes Tabuthema: Der unwillkürliche Urinverlust (Harninkontinenz). Millionen von Patienten sind alleine in der BRD betroffen, überwiegend Frauen. Dabei ist oft mit einfachen konservativen Maßnahmen Abhilfe zu schaffen. Aufgabe des Urologen ist es, mit differenzierter Diagnostik die Ursachen der Harninkontinenz aufzudecken und einen möglichst gezielten Therapieplan aufzustellen. Dabei steht eine Inkontinenzoperation grundsätzlich immer erst am Ende der vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten.

Auch viele andere Blasenfunktionsstörungen wie vermehrter Harndrang, schwacher Harnstrahl, unvollständige Blasenentleerung und nächtliches Einnässen (Enuresis, siehe Kinderurologie) sind Gegenstand der urolog. Diagnostik und Therapie. Meist sind einfache und nicht belastende Untersuchungen (Trink- u. Miktionsprotokoll, Urindiagnostik, Ultraschall, Harnstrahlmessung) schon ausreichend. In ausgeprägten oder komplexeren Fällen wird eine ausgedehnte Diagnostik mit Urodynamischer Messung, endoskopischer und ggf. auch röntgenologischer Untersuchung notwendig.

Neurourologie / Urodynamik

Eine Besonderheitunter den Blasenfunktionsstörungen sind neurogen bedingte Harnblasenspeicher- oder Entleerungskrankheiten, z.B. bei Querschnittslähmung, Bandscheibenvorfällen, Multipler Sklerose oder nach großen Operationen im Beckenbereich. Diese bedürfen einer besonders intensiven und regelmäßigen urologischen Betreuung und Überwachung, da hier auch Nierenschäden drohen können.

Mit Hilfe einer sog. Urodynamischen Untersuchung kann das Verhalten der Harnblase bei verschiedenen Füllungszuständen und bei der Entleerung mit einer speziellen computergesteuerten Messeinheit in Form verschiedener Kurven und Diagramme aufgezeichnet werden. Anschließend werden diese Ergebnisse hinsichtlich der zugrunde liegenden Ursache der Erkrankung und den geeigneten therapeutischen Möglichkeiten interpretiert.

Andrologie / Kinderwunsch / Sterilisationen

Unter das Fachgebiet der Andrologiefallen die Störungen der männlichen Reproduktionsfähigkeit, der Potenz und im weiteren Sinne auch alle Erkrankungen des männlichen Genitale. Bei unerfülltem Kinderwunsch wird in Zusammenarbeit mit der/dem die Partnerin betreuende(n) Frauenärztin/arzt auf eine erfolgreiche Schwangerschaft hingewirkt. In manchen Fällen ist auch eine operative Gewinnung von Samenzellen zur Verwendung bei assistierten Befruchtungsmaßnahmen (In-vitro-Fertilisation IVF) angezeigt, die ambulant durchgeführt werden kann.

Viele Männer, auch schon in jüngeren Jahren, sind von Potenzstörungen betroffen. Hierunter leidet nicht nur der Mann, sondern auch seine Partnerin. Durch eine Erhebung der Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung sowie spezieller Ultraschall- und Laboruntersuchungen in einer entsprechenden Spezialsprechstunde wird eine möglichst gezielte Diagnostik und Behandlung angestrebt. Mit einer differenzierten Erörterung der individuellen persönlichen Wünsche und der erhobenen medizinischen Befunde lässt sich in der Regel ein sicherer und für den Patienten und seine Partnerin gleichermaßen befriedigender Therapieerfolg erreichen.

Bitte beachten Sie: Seit 01.01.2004 sind Diagnostik, Behandlung und Beratung von sexuellen Funktionsstörungen weitestgehend aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen und daher privatärztlich zu liquidieren.

Die Sterilisation beim Mann ist mit die sicherste Verhütungsmethode überhaupt. Sie ist deutlich sicherer als die "Pille" der Frau. Der Eingriff wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Danach sind Sie kaum beeinträchtigt und können in der Regel nach einer kurzen Kontrolluntersuchung am nächsten Tag wieder arbeiten. Auch hier gilt: mit der Gesundheitsreform ist die Sterilisation bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung, d.h. die Kosten müssen von Ihnen getragen werden. Die Kosten betragen etwa 180 Euro für den Eingriff. Inkl. aller Nebenkosten mit Vor- und 4 geplanten Nachuntersuchungen ist im Regelfall mit knapp 500 Euro zu rechnen. Im Falle einer gewünschten Vollnarkose kommen noch Kosten für die Anästhesie von ca. 200-300 Euro hinzu. Für weitere Informationen vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin bei uns, am besten mit ihrer Frau. Wir beraten Sie gerne.

Unter www.vasektomie.ch/153/fotos_und_video.html kann man Fotos und ein Video eines schweizer Kollegen über diesen Eingriff downloaden.

Männerarzt

Der Urologe als Facharzt für alle Erkrankungen der Harnorgane bei Mann und Frau ist auch der Spezialist für die Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, also von Prostata, Hoden und Penis. Er ist für den Mann in etwa das, was der Frauenarzt/die Frauenärztin für die Frau ist.

Der "Männerarzt" im weiteren Sinne beschäftigt sich aber noch darüber hinaus mit spezifisch "männlichen" Problemen, wie sexuellen Funktions- einschränkungen (Erektile Dysfunktion, vorzeitiger Samenerguss etc.) und den sog. Wechseljahren und Hormonstörungen des Mannes. Aber auch nichturologische, jedoch geschlechtsspezifische Belange der Gesundheit von Männern gehören zum Aufgabengebiet des Männerarztes, der seinen Patienten mit Gesundheitsratschlägen und medizinischer Betreuung bis ins hohe Alter begleitet und ihm mit Rat und Tat zur Seite steht.

Seit 2004 gibt es eine zertifizierte Weiterbildung zum Männerarzt (männerarzt cmi®).

Kinderurologie

Neben selteneren angeborenen Fehlbildungen der Harn- und Geschlechtsorgane fallen hierunter vor allem Erkrankungen wie das nächtliche Einnässen (Enuresis), die Vorhautverengung und der Hodenhochstand bei Jungen sowie generell Harnwegsinfekte bei Kindern. Mädchen sollten spätestens nach der dritten unkomplizierten Harnwegsinfektion, Jungen bereits nach der ersten urologisch untersucht werden. Meist kann den Kindern mit einfachen, nicht belastenden Untersuchungen und Therapien geholfen werden.

Ambulante Operationen

Ambulant Operieren heißt: Sie kommen zu dem geplanten Eingriff in die Praxis oder bei Operationen in Vollnarkose in ein ambulantes OP-Zentrum. Dort werden Sie für den Eingriff vorbereitet und operiert. Nach Beendigung der Operation bleiben sie noch kurze Zeit zur Beobachtung und können anschließend nach Hause gehen oder von Ihrer Begleitung dorthin gebracht werden. In den meisten Fällen schließt sich tags darauf eine kurze Kontrolluntersuchung an.

Stationäre Operationen

Stationäre Operationen, die wir selbst durchführen, finden im diako-die-stadtklinik statt.

Das Operationsspektrum umfasst die meisten Operationen am männlichen Genitale (z.B. Wasserbruch-OP, Hodeneingriffe), endoskopisch-transurethrale Eingriffe an Harnröhre, Prostata (TUR-Prostata oder Greenlightlaservaporisation), Harnblase, Harnleiter und Nieren sowie die berührungsfreie Nierensteinzertrümmerung (EPL). Zudem werden Operationen bei Harninkontinenz, z.B. in Form moderner und minimalinvasiver Schlingenverfahren (TVT, TOB) durchgeführt.

Der Vorteil für Sie liegt in der kontinuierlichen Betreuung aus einer Hand, der Entbehrlichkeit eines stationären Aufenthaltes, flexibler Zeitplanung und der Rekonvaleszenz in gewohnter häuslicher Umgebung. Die meisten Eingriffe am äußeren Genitale und der Harnröhre können ambulant durchgeführt werden, wie z.B. Sterilisationen, Beschneidungen, Wasserbruch-Operationen (Hydrozelen) und andere Hodeneingriffe, Harnröhrenkerbungen und Gewebeentnahmen aus Harnblase, und Prostata (Biopsien).

Urologische Onkologie

Onkologie ist das Fachgebiet der bösartigen Geschwülste, also von Krebserkrankungen. Die Urologie ist das Fachgebiet, das neben der Onkologie und Gynäkologie den höchsten Anteil an onkologischen Krankheitsbildern aller medizinischen Fachrichtungen aufweist. So ist z.B. das Prostatakarzinom der häufigste bösartige Tumor beim Mann überhaupt, das Hodenkarzinom der häufigste Krebs bei jungen Männern. Aber auch Harnblasen- und Nierenkarzinom gehören zu den "Top Ten" aller Krebsarten bei Mann und Frau.

Das Aufgabengebiet in der urologischen Onkologie erstreckt sich von der Diagnosestellung im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen oder bei Beschwerden mittels körperlicher, sonographischer, röntgenologischer, labortechnischer oder endoskopischer Untersuchungen über die Aufklärung der Patienten zu Erkrankung, Therapieoptionen und Verlaufswahrscheinlichkeiten bis hin zur Therapieplanung und Therapiedurchführung (medikamentös, operativ, strahlentechnisch, alternativ). Dies geschieht oft auch in enger Kooperation mit anderen Fachdisziplinen (Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie, Anästhesie, Psychoonkologie).

Auch in unserer Praxis werden diesbezüglich alle gängigen modernen Verfahren angeboten und selbst durchgeführt bzw. die Patienten an spezialisierte Einrichtungen weiterverwiesen. Spezielle Informationen über die einzelnen Tumorerkrankungen in der Urologie finden Sie auch unter folgenden Links:

www.urologenportal.de
www.krebshilfe.de
www.auo-online.de
www.dkfz.de
www.prostatakrebs-bps.de
www.krebsinformation.de

Flexible Videoendoskopie

Mit einem flexiblen Urethrozystoskop ist nicht nur ein problemloses Eingehen in die "kurvenreiche" männliche Harnröhre ohne wesentliche Beeinträchtigung für den Patienten möglich, sondern es liefert auch vergrößerte und hochauf- lösende Bilder von Harnblase und Harnröhre. Dies ist für eine rasche und genaue Diagnostik sehr vorteilhaft.

Der dünne und biegsame Endoskopschlauch passt sich dem Verlauf der Harnröhre an und sorgt mit seiner glatten Oberfläche für ein Minimum an Reibung an der Schleimhaut.

Durch eine kontrollierte Beweglichkeit des Endoskopendes kann jeder Winkel der Harnblase inspiziert und sogar ein Bild in Retroversion, d.h. im Blick nach "rückwärts" gemacht werden, wo z.B. der Blasenhals besonders gut beurteilt werden kann.

Mit der von uns eingesetzten "Chip-on-the-tip"-Technik wird das Bild nicht über eine Glasfaserleitung optisch ans Auge oder eine Videokamera weiter- geleitet, sondern ein digitaler Photo-Chip sorgt für eine Digitalbildaufnahme unmittelbar am Ort des Geschehens und leitet hochauflösende digitale Bildsignale direkt auf einen Monitor.

Der Vorteil liegt in einer besonders großen Detailgenauigkeit und erleichtert daher das Auffinden und Einordnen eines Befundes.

Mit dieser Technik der flexiblen Endoskopie kann oft sogar auf eine Lokalanästhesie verzichtet werden. Nach der Untersuchung besteht in manchen Fällen ein etwas erhöhter Harndrang und leichtes Brennen beim Wasserlassen, was abhängig vom Vorliegen pathologischer Befunde (z.B. Engen, Entzün- dungen) ist und in aller Regel nach reichlicher Trinkzufuhr rasch ohne weitere Maßnahmen vergeht.

GreenLight Lasertherapie

Der Goldstandard für eine Operation der Prostata bei gutartiger Vergrößerung über die Harnröhre ist die transurethrale Elektroresektion (TUR-P). Eine Alternative hierzu ist die "Verdampfung" der Prostata mittels Laser, der sog. Greenlightlaservaporisation der Prostata.

>Der Vorteil dieser Methode ist, dass dieser Eingriff in der Regel ohne Blutung durchgeführt werden kann, da durch den Laserstrahl nicht nur das zu entfernende Prostatagewebe verdampft wird, sondern zugleich eine exzellente Blutstillung von eröffneten Blutgefäßen erfolgt.

Darum ist diese Methode auch bei vielen Patienten geeignet, die mit sog. Blutgerinnungshemmern (Acetylsalicylsäure ASS, Marcumar etc.) behandelt werden müssen und diese nicht gefahrlos über einen längeren Zeitraum absetzen können. Eine konventionelle Prostataoperation wäre hier oft nur unter großen Risiken möglich.

Mit der Laservaporisation ist dieses Blutungsrisiko sehr viel geringer, so dass "Risikopatienten" nicht unbedingt auf eine notwendige Prostataoperation verzichten müssen. Auch ist der stationäre Aufenthalt kürzer, in der Regel etwa 1 - 3 Nächte statt 4 - 5.

Nachteil der Laservaporisation gegenüber der TUR-P ist ein geringerer Gewebeabtrag bei relativ längerer Operationsdauer, eine fehlende Möglichkeit entferntes Prostatagewebe mikroskopisch untersuchen zu können (Histologie) und eine in der Regel etwas längere Wundheilungsdauer, da bei diesem Verfahren die Wundoberfläche unregelmäßiger und von daher insgesamt größer ist.

Ob für Sie das eine oder andere Verfahren besser geeignet ist, muss in jedem Fall individuell entschieden werden. Wir beraten Sie gerne.

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